Le Grand Tour 2022

 

 

Teil 1: Berlin - Havel/Elbe - Harz

Los ging's, wie immer viel zu spät! Böse Zungen könnten auch von Nachmittag sprechen, aber es war halt noch viel zu packen und zu regeln und ...
Aber schließlich dann doch:

Was so zügig begann, endete aber schon nach 500 Metern. Heike rief an, ich hatte die Trinkflasche auf dem Küchentisch stehen lassen. Also wieder zurück! Und noch Mal los.

Ein Grund für den zähen Anfang könnte vielleicht auch die geplante Strecke des ersten Tages gewesen sein: Quer durch Berlin, von Nordost nach Südwest bis ins Brandenburgische Ketzin.

Letzlich erwies sich die, in der ersten Hälfte doch weitgehend bekannte Strecke aber als nett. Sie sieht aus der Perspektive eines Berlin-Touristen, der ich jetzt auf einmal war, so ganz anders aus!

Aber hier vielleicht doch nicht so der Fotos würdig! Neu für mich wurde sie (nach einem Café am Sophie-Charlotte-Platz) dann südlich der Heerstraße Richtung Kladow. Man glaubt nicht so recht, dass man noch in der Hauptstadt ist.

Außerhalb der Stadtgrenzen zog sich die Strecke dann doch mehr als erwartet.

Aber irgendwann war Ketzin doch erreicht und der Zeltplatz entschädigte für alles, obwohl es natürlich(!) kein Essen gab. Aber Bier! Was braucht man mehr! (Ich hatte ja schon einen Döner in Fahrland genossen.)

Am zweiten Tag dann weiter Richtung Westen...

... auf z.T. malerischen Radwegen ...

... in allen Formaten ...

... bis nach Brandenburg.

Ich bin wahrscheinlich wieder an allen Sehenswürdigkeiten vorbei gefahren, auf der Suche nach einem Café, das ich nicht gefunden habe (Brandenburg halt!). Aber immerhin einen Turm.

Weiter ging's entlang der Havel, ...

... die sich (auch wegen der vielen Schotterwege) ziemlich in die Länge zog, ...

... bis nach Genthin.

Gut, das Foto von der Feuerverzinkung Genthin steht nicht wirklich für die Stadt, die eigentlich einen netten Eindruck macht. Aber ein bisschen Industrie-Romantik ist nach der vielen Natur ja vielleicht auch nicht schlecht.

Zumal es hinter Genthin mit der Natur gleich weiter ging, auf der Landstraße ...

... zur Elbe-Fähre in Ferchland, die mich auf die andere Seite bringen sollte, ...

... wo die Welt nicht unbedingt ganz anders aussieht, wo aber mein Zeltplatz für die Nacht lag. (Diesmal gab's auch ein Restaurant!)

Am nächsten Tag dann entlang der Elbe gen Süden...

... durch viele kleine Dörfer, die hier recht weit vom Fluß entfernt liegen, weil es dort höher ist.

Komoot, mein Fahrrad-Navi, wollte mich aber doch lieber über die östliche Seite führen, ...

... also wieder Fähre.

Und Elberadweg auf der anderen Seite. Irgendwie gab es hier mehr Gegenwind!?

Und die Strecke zog sich.

Dann plötzlich das Schiffshebewerk, das den Mittellandkanal an die Elbe anschließt und erst nach der Wende fertiggestellt wurde. (Vorher machte der Kanal ja auch nicht wirklich Sinn für die DDR.) Hier die Trogbrücke.

Und da hinten ist auch schon Magdeburg in Sicht (Achtung: Suchbild!)

Eine schicke neue Rad- und Fußgängerbrücke bilden von dieser Seite das Entré in die Stadt.

Und kurz dahinter lockt auch schon das Café Treibgut im alten Industriehafen.

Am nächsten Tag dann Sightseeing-Magdeburg. Ich kannte die Stadt nur von einer Durchfahrt mit dem Auto vor Jahren und fand sie jetzt interessanter, als ich sie in Erinnerung hatte.

Der Dom darf natürlich nicht fehlen!

Weiter ging's gen Süden und schnell stellte ich fest: in Sachsen-Anhalt liebt man Kopfstein-Pflaster - und nicht selten auch ohne einen asphaltierten Fahrrad-Randstreifen!

Allerdings gibt's glücklicherweise auch straßenbegleitende Radwege. Sie sind zwar weniger malerisch, dafür kommt man voran!

Und durch Dörfer kommt man sowieso!

Und dann wieder... Hier Rast unter einem Kirschbaum, aber man kam an die Früchte leider nicht heran!

Überhaupt: Verflegung. Cafés gibt es auf der Strecke eher weniger, am ehesten noch Backshops in Einkaufzentren, wie hier bei Gröningen.

Schließlich: Camping Halberstadt, liegt etwas außerhalb des Ortes nett am See.

Und eigentlich gibt's auf dem Platz sogar ein Restaurant, aber wegen Personalmangels war es geschlossen. Wie gut, dass es überall einen Pizza-Service gibt!

Halberstadt City. Hier wird die Verwandtschaft von Fahrrädern und Nähmaschinen noch geehrt!

Auch ansonsten ein nettes Städtchen, am Sonntag Morgen allerdings ein bisschen sehr verschlafen.

Und weiter ging's ...

... auf unterschiedlichen Wegen ...

... Richtung Harz.

Und am Harz vorbei. Hier Blick auf den Brocken (von weitem).

Auch wieder durch Dörfer.

Und bei Stapelburg über die ehem. deutsch-deutsche Grenze.

Trotz des Versuchs, den Harz zu umfahren, wurde es zunehmend bergiger. Und kurz vor Bad Harzburg war zum ersten Mal Schieben angesagt. (Hier der Rückblick.) Vielleicht hätte ich doch auf die Expressokanne im Gepäck verzichten sollen?

Dafür ging's dann aber mit 40 km/h durch Bad Harzburg! Auf ein Foto habe ich dabei aus Sicherheitsgründen lieber verzichtet.

Der Camping in Göttingerode lag dann wieder ganz oben auf'm Berg. Wieder nur mit Schieben erreichbar. Auch hier Restaurant wg. Personalmangels geschlossen, also wieder Pizza-Service!

Am nächsten Tag wieder rasante Abfahrt nach Oker, was schon zu Goslar gehört. Hier im Park am Fluß.

Und weiter am Harz entlang über Seesen Richtung Northeim.

Dabei auch ein Stück auf den R1-Radweg, dessen Zustand eher zu wünschen übrig läßt, aber ...

... mit malerischer Aussicht.

Ortsdurchfahrt Seesen

Ein Gehöft am Wegesrand...

... und viel Landschaft!

In Northeim lag der Camping natürlich wieder hoch oben am Berg mit mind. 10% Steigung. Also wieder 600 m Schieben!

Dafür oben dann Spitzen-Aussicht und ein Restaurant mit Koch! Durchs Tal unten geht allerdings auch die Autobahn Richtung Kassel und beschallt das ganze Tal Tag und Nacht. Der Sound des automobilen Verkehrs-Wahnsinns!

 


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